Themenbereich "Gesellschaft / Politik / Soziales"

Was braucht unsere Welt? –
Gestaltungsräume in Politik und Gesellschaft
Die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen an den Entscheidungsprozessen ist nicht einfach nur eine Forderung der Gerechtigkeit oder der Demokratie. Ohne die aktive Mitwirkung von Frauen und die Einbeziehung einer Frauenperspektive auf allen Entscheidungsebenen können die Ziele der Gleichberechtigung nicht verwirklicht werden. Frauen gestalten Zukunft und entwickeln Modelle, wie Leben und Arbeiten organisiert werden kann: Wenn wir jede Aktivität, in der Menschen Lebensenergien entwickeln, als Arbeit betrachten, wird die Perspektive weiter und offener. Wir blicken auf das Grundeinkommen als neue gesellschaftliche Vision vom Leben und Arbeiten, lernen Arbeit anders denken, zeigen Modelle von unbezahlter und bezahlter Arbeit, hören von neuen Wohnkonzepten und Lebensräumen, erläutern erfolgreiches Netzwerken und Projektmanagement, setzen uns aber auch mit den Ambivalenzen um Schönheitskult und verletzten Körpern auseinander.
Forum I: Wie geht’s Deutschland?
Frauenpolitische Ansätze für Veränderungsprozesse in Kirche und
Gesellschaft
Immer noch spielen geschlechtsspezifische Unterschiede in vielen Bereichen bezahlter und unbezahlter Arbeit eine Rolle. Hat der Abschied von der Arbeitsgesellschaft begonnen? Ehrenamt, bürgerschaftliches Engagement und Freiwilligenarbeit sind Begriffe für unbezahlte Arbeit, deren Stellenwert in Zeiten sinkender Erwerbsarbeit zu steigen scheint. Die Entwicklung hin zu einer Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft eröffnet auch gleichzeitig neue Verbindungen von Beruf und Familie für beide Geschlechter. Welche Vorstellungen der zukünftigen Tätigkeitsgesellschaft gibt es? Welche Modelle
fürsorglicher Praxis sind denkbar, wie können wir von den Erfolgen der Nachbarländern lernen?
Mit:
Kirchenrätin Heike Baehrens, Diakonin, stellvertretende Vorsitzende des Diakonischen Werks Württemberg, Stuttgart
Ulrike Fokken, Journalistin und Autorin, München
Prof. Dr. Cornelia Helfferich, Soziologin, Evang. Fachhochschule
Freiburg, Freiburg
Brunhilde Raiser, Theologin, Vorsitzende des Deutschen Frauenrates, Mengen
Ordinariatsrätin Dr. Irme Stetter-Karp, Sozialwissenschaftlerin, Leiterin der Hauptabteilung Caritas, Diözese Rottenburg-Stuttgart
Moderation: Irene Armbruster, Journalistin, Breuninger Stiftung, Stuttgart
Workshops:
I.1. Was tun wir, wenn wir tätig sind
Gutes Leben für alle
Wir leben in einer Erwerbsgesellschaft, die es gilt, zu einer Tätigkeitsgesellschaft fortzuentwickeln. Menschliche Arbeit muss auch zukünftig im Mittelpunkt der Überlegungen zu einem neuen Gesellschaftsmodell stehen. Die Tätigkeitsgesellschaft will neue Formen der Arbeit initiieren bzw. ausbauen. Lösungen für anstehende Probleme sind in erster Linie von in bürgerschaftlichen Netzwerken erworbenen Kompetenzen zu erwarten.
Mit:
Ursula Berner, Leiterin des Kath. Bildungswerks Tuttlingen, Mitglied der Kath. Arbeitnehmerbewegung (KAB)
I.2. Wohnst du schon oder suchst du noch?
Von Wohnträumen und gemeinschaftlichen Wohnräumen
Wir hören vom Konzept der Lebensräume von Jung und Alt als einem neuen Weg: Ein neues Wohnen – ein neues Leben. Wir hören von der Förderung der Eigeninitiative und Selbsthilfe, von der Hilfe zur Erhaltung der eigenen Mobilität und Selbständigkeit. Wir hören von gegenseitiger Unterstützung durch natürliche, nachbarschaftliche Hilfe und verschiedenen ambulanten und stationären Leistungsangeboten. Wir überdenken: Was gehört zu einem sozial-urbanen Zusammenleben? Wie müsste Wohnraum und Umfeld gestaltet sein, damit allen Menschen Lebensqualität in Würde garantiert ist und die besonderen Lebenslagen und Lebensformen von allein lebenden Frauen berücksichtigt sind?
Das Podiumsgespräch wird gelungene Beispiele aus der Region Baden-Württemberg vorstellen.
Mit:
Sylvia Dieter, Diakonin, Dipl.- Sozialpädagogin, Referentin im Evang. Berufstätigenwerk in Württemberg, Stuttgart
Ulla Schreiber, Architektin, Baubürgermeisterin, Tübingen
Rita Thesing, Dipl.-Sozialpädagogin, Stiftung Liebenau,
Meckenbeuren
Moderation:
Barbara Vollmer-Backhaus, Pfarrerin, Treffpunkt Senior, Stuttgart
I.3. Wir sind Heldinnen - KEINE ANMELDUNG MEHR MÖGLICH!
Kreative und junge ZUKUNFTswerkstatt
Visionen zwischen Freiheit, Familie, Karriere … und meinem Leben! Ein Workshop des Bundes der Deutschen Kath. Jugend (BDKJ) für junge Frauen rund um Lebensentwürfe, gesellschaftliche Rahmenbedingungen und Erwartungen.
Mit:
Birgit Elsasser, Dekanatsjugendreferentin, Aalen
Elisabeth Hacker, Bildungsreferentin Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ), Wernau
Gerhild Preisenhammer, Geistliche Leiterin der Pfadfinderinnenschaft St. Georg (PSG), Wernau
I.4. Damit Ihre Ideen wirklich wirklich werden
Kleines Einmaleins für erfolgreiches Frauenprojektmanagement
Frauen sind enorm kreativ und zupackend, wenn es um Projektarbeit geht. Die Begeisterung für die Sache hat aber nicht selten einen hohen Preis. Meistens fließt zu viel Energie in die Arbeit gemessen am Erfolg. Das Einmaleins des Frauenprojektmanagements unterstützt Sie in Ihren zukünftigen Vorhaben so, dass Aufwand und Ertrag im richtigen Verhältnis stehen. Wir sprechen über Projektteams, Spielregeln, Kontextklärungen, Widerstände und Konflikte, „Outcome-Bestimmung“, Prozessdefinition, Ressourcenplanung, Projektabschluss und natürlich über Ihre persönlichen Fragen in Bezug auf erfolgreiches Projektmanagement. Der Workshop eignet sich sowohl für Verantwortliche von kleinen lokalen, als auch von großen überregionalen Projekten.
Mit:
Heidi Boner-Schilling, Gleichstellungsbeauftragte im Landkreis Böblingen, Vorsitzende Evang. Frauen in Württemberg (EFW)
I.5. Solang ich schön bin, ist mir mein Aussehen egal
Zwischen Schönheitsnorm und Selbstbewusstsein
Die gängigen Schönheitsideale geben uns vor, wie wir auszusehen haben und wie schlank wir sein sollten. Oft hat das wenig mit der Realität zu tun Gleichzeitig wollen wir selbstbewusst und stark sein! Mit diesem Widerspruch, den persönlichen und gesellschaftlichen Konsequenzen und Fragen daraus, will sich dieser Workshop ganz praktisch beschäftigen.
Mit:
Dagmar Preiß, Dipl.-Pädagogin und Systemische Therapeutin (SG), Mädchengesundheitsladen, Stuttgart
I.6. Zum europäischen Jahr der Chancengleichheit
Modelle zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie auf dem Prüfstand
Das Bischöfliche Ordinariat der Diözese Rottenburg-Stuttgart, der Evang. Oberkirchenrat Stuttgart, die Weleda AG und viele andere Institutionen sind in Sachen Chancengleichheit oder Vereinbarkeit von Beruf und Familie zertifiziert. Dabei handelt es sich um einen systematischen Weg zu einer familienbewussten Personalpolitik. Welche Modelle gibt es innerhalb der EU? Wie wirkt sich das europäische Jahr der Chancengleichheit von Männern und Frauen aus?
Mit:
Dr. Inge Gräßle MdEP, CDU, Heidenheim
Isabella Quist, Dipl.-Pädagogin, Projektleitung im Projekt Beruf und Familie, Weleda AG, Schwäbisch Gmünd
Eva Sorg, Gleichstellungsbeauftragte der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Projektverantwortliche für das audit berufundfamilie®, Rottenburg
Ruth Weckenmann, Dipl.-Verwaltungswissenschaftlerin, Bundesagentur für Arbeit, Stuttgart
Moderation:
Barbara Schwarz-Sterra, Politologin, Fachbereich Frauen der Diözese Rottenburg-Stuttgart, stellvertretende Vorsitzende der Frauenseelsorge der Dt. Diözesen
I.7. Verknüpft oder verstrickt? - KEINE ANMELDUNG MEHR MÖGLICH!
Tipps und Tricks für effektives Netzwerken
Netzwerke und Allianzen sind längst kein Fremdwort mehr. Sie sind jedoch bislang eher für Männer selbstverständlich und von strategischer Bedeutung. Soziale Beziehungen zu knüpfen und zu halten, gehört zu den entscheidenden Dimensionen und Voraussetzungen für Aufstieg und Karriere von Frauen. Zunehmend kommt es auf die Fähigkeit an, die Spielregeln der Organisation anzuwenden und Zugang zu informellen berufsrelevanten Informationen zu bekommen. Dr. Gudrun Fey, Kommunikationsberaterin, führt in die Spielregeln und Kennzeichen von Netzwerken ein: Einfluss nützt der Sache und bekommt der Person! Im Anschluss daran präsentieren sich bislang erfolgreiche und effiziente kirchliche und überregionale Netzwerke.
Mit:
Jutta Arndt, Referentin für Personalentwicklung im Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart e. V.
Dr. Gudrun Fey, Geschäftsführerin von study & train, Mitglied im European Women Management Development Network (EWMD), Stuttgart
Ulrike Gaffron, Juristische Referentin der Landeskirchlichen Mitarbeitervertretung (LakiMAV), Stuttgart
Eva Glock, Synodale, Heidenheim
Ulrike Leipersberger, Ratschlag Stuttgart
Moderation: Carmen Rivuzumwami, Pfarrerin, Bad Boll
I.8. Nicht nur die Narben sehen
Wenn Mädchen und junge Frauen sich selbst verletzen
Dieser Workshop richtet sich an Multiplikatorinnen in der Mädchen- und Frauenarbeit. Neben möglichen Ursachen und Erscheinungsbildern wird auch vorgestellt, wie in der Gruppen- und Freizeitarbeit mit dieser Herausforderung umgegangen werden kann.
Mit:
Simone Gugel, Bezirksjugendreferentin, Ludwigsburg
Johanna Tückmantel, Bezirksjugendreferentin, Stuttgart
Heike Volz, Landesjugendreferentin beim Evang. Jugendwerk (ejw), Stuttgart
I.9. Die Vision eines bedingungslosen Grundeinkommens
Wertschätzung, Freiheit und Sicherheit – die Hoffnung auf eine
selbstbestimmte Lebensgestaltung
Im Workshop wollen wir die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens vorstellen. In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit wird dieses Modell einer Grundsicherung heftig diskutiert. Aber was ist das eigentlich – ein bedingungsloses Grundeinkommen? Was verbirgt sich hinter diesem verheißungsvollen Wort „bedingungslos“? In wieweit kann das Grundeinkommen zur Selbstverwirklichung beitragen? Welche Möglichkeiten für eine eigenständige Lebensplanung verbinden sich damit? Anhand dieser Fragen geht es um die Veränderungen, die das bedingungslose Grundeinkommen für das Leben von Frauen in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens mit sich bringen wird. Wir wollen gemeinsam erarbeiten, wie das bedingungslose
Grundeinkommen eine plurale Lebensführung stärken kann: selbstbestimmt, ökonomisch abgesichert und anerkannt.
Mit:
Maggy Hanser, Sozialsekretärin, Kirchlicher Arbeits- und Sozialdienst (KDA) Südbaden, Freiburg
Esther Kuhn-Luz, Wirtschafts- und Sozialpfarrerin, Kirchlicher Arbeits- und Sozialdienst (KDA) Württemberg, Stuttgart
Dagmar Bürkardt, Studienleiterin, Evang. Akademie Bad Boll
Stand: 26.4.2007 Änderungen vorbehalten



