Themenbereich "Internationales / Ökumene"

Frauen in der einen Welt – Donne in un mundo unico - Женщины мира - Women in One World – Perempuan dalam satu dunia bersama.
Ökumene im Kontext

Der Themenbereich II entfaltet eine Vielfalt von Veranstaltungen und Begegnungsmöglichkeiten von und mit Frauen aus vielen Ländern und unterschiedlicher religiöser Tradition. Unter anderem werden Frauen unterschiedlicher Herkunft, die in Deutschland leben, ihre Situation schildern und Workshops auch kreativ-künstlerisch gestalten. Arbeitskreise und Initiativen vermitteln Anregungen zum Engagement und Austausch mit „Frauen in der einen Welt“. Einen wichtigen Schwerpunkt stellt der Austausch über Spiritualität und Religion dar, gleichzeitig geht es um erlebbare Ökumene und interreligiösen Dialog. Die „Fülle“ an Begabungen und Lebenswelten von Frauen soll inspirieren und zum Handeln bewegen, so kann eine gemeinsame Zukunft in weltweiter Solidarität wachsen.

Forum II: Frauen in der einen Welt –
Coming together under God´s tent
Mit:
Bischöfin Bärbel Wartenberg-Potter, Nordelbische Evang.-Luth.
Kirche, Lübeck
 
Die Teilnehmerinnen sind zur einer Frauenreise durch die Welt mit Bischöfin Bärbel Wartenberg-Potter eingeladen. Was bedeutet Globalisierung für Frauen? Welche spirituellen Herausforderungen und Chancen werden dabei deutlich? In verschiedenen „Tavernen“ können die Teilnehmerinnen zum Beispiel beim „Frauennetzwerk Nahost“, im Gespräch mit Frauen aus Erzähl- und Bibelprojekten oder im Austausch mit dem AK Menschenhandel sowie mit Spätaussiedlerinnen Erfahrungen der weltweiten Ökumene in der direkten Begegnung machen.
 
Moderation:
Bettina Hertel, Geschäftsführerin Evang. Frauen in Württemberg (EFW), Stuttgart
Gabriele Mayer, Ph. D., Stabsstelle Frauen und Gender, Evang. Missionswerk in Südwestdeutschland (ems), Stuttgart
 
Workshops:
 

II.1. Die Welt vor Ort
Gemeinden anderer Sprache und Herkunft

 
In unserer Nachbarschaft feiern viele Gemeinden Sonntag für Sonntag Gottesdienste in unterschiedlichen Sprachen, oft in den gleichen Räumen, in denen „deutsche Gottesdienste“ gerade stattgefunden haben. Ausgehend von der Sicht von Frauen mit unterschiedlichem (Migrations-)Hintergrund möchten wir miteinander über die Möglichkeiten und Grenzen, Glauben in verschiedenen Identitäten zu leben, nachdenken.
 
Mit:
Gabriella Costabel, Pfarrerin, Fachreferentin für Gemeinden anderer Sprache und Herkunft im Evang. Oberkirchenrat, Stuttgart
Suse Mandl, Pastoralreferentin, Stuttgart
 
 
II.2. Die Welt in meinem Leben
Ökumenische Austauschprogramme für junge Frauen

 
Sechs bis zwölf Monate im Ausland mitleben, mitbeten und mitarbeiten. Menschen begegnen, Leben teilen, Talente einbringen. Wenn Sie dazu mehr erfahren wollen, sind Sie in diesem Workshop richtig. Die Ansprechpartner und -partnerinnen für die Austauschprogramme auf evangelischer und katholischer Seite stehen Rede und Antwort, Rückgekehrte berichten von ihren Erfahrungen.
 
Mit:
Marie Kees, Weltkirchlicher Friedensdienst der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Bund der Deutschen Kath. Jugend (BDKJ), Wernau
Doris Köhncke, MissionarInnen auf Zeit, Kath. Ordensgemeinschaften, Stuttgart
Meike Sahling, Dipl.-Theologin, Evang. Missionswerk in Südwestdeutschland/Ökumenisches Freiwilligenprogramm, Stuttgart
 
 
II.3. Viele Körner - ein Brot, viele Frauen - eine Welt!
Zur Situation von Flüchtlingsfrauen

 
75 - 80% aller Flüchtlinge weltweit sind Frauen und Kinder. Der Workshop informiert über frauenspezifische Fluchtgründe und Fluchtwege und ihre Anerkennung im Asylverfahren. Unterstützungsmöglichkeiten von Kirchengemeinden für Flüchtlingsfrauen und ihre Familien werden exemplarisch vorgestellt und regen zum Austausch an. Ein besonderes Projekt ist ein internationales Brotbackbuch, das aus der Begegnung mit Flüchtlingsfrauen entstanden ist.

Mit:
Anna Büllesbach, Leiterin der UNHCR-Zweigstelle Nürnberg
Ines Fischer, Pfarrerin z. A., Evang. Kontaktstelle für Asyl, Reutlingen
Ökumenischer Asylkreis, Heiningen
 
 
II.4. Leitura popular da Biblia
Mit Frauen aus Lateinamerika die Bibel lesen

 
Dieser Workshop soll eine Übung in der „Leitura Popular da Bíblia“ in feministischer Perspektive sein. Es handelt sich dabei um die lateinamerikanisch - befreiungstheologische Art die Bibel zu lesen: Die Suche nach Alternativen, die Herausforderung des harten Alltags und der Bibeltext interpretieren sich gegenseitig.
 
Mit:
Heloisa Dalferth, Pfarrerin, Sao Paolo/Brasilien, z. Z. Holzelfingen
 
II.5. Interreligiöser Dialog der Frauen
Musliminnen, Jüdinnen und Christinnen im Gespräch über Gott und die Welt

 
Die kulturelle und religiöse Ausdifferenzierung unserer Gesellschaft erfordert Verständigungsprozesse. Hier setzt die Initiative „Sarah-Hagar“ an, unter deren Dach in den letzten 15 Jahren ein weitmaschiges Netzwerk von Frauen unterschiedlicher religiöser Traditionen entstanden ist: Jüdinnen, Christinnen und Musliminnen diskutieren miteinander über Gott und die Welt, suchen einen interreligiösen Austausch über gemeinsame politische Anliegen und werden in unterschiedlichen Projekten aktiv. Auch in manchen Gemeinden haben Frauen christlichmuslimische Gesprächskreise ins Leben gerufen. Von jüdischen, christlichen und muslimischen Gesprächspartnerinnen wollen wir erfahren, was der interreligiöse Dialog der Frauen dazu beitragen kann, dass wir miteinander aus der Fülle leben und handeln.
 
Mit:
Angelika Fromm, Tania Klaczko-Ryndzion, Senay Karaoguz, Sarah-Hagar-Projekt Frankfurt/M.
Stefanie Henger, Pfarrerin, Evang. Kirchengemeinde Lauffen
Rahime Saricaoglu, Mitglied im Frauenvorstand des Türkischen Kulturvereins Lauffen

Im Gespräch mit:
Dr. Birgit Rommel, Pfarrerin, Leiterin der Landesstelle der Evang. Erwachsenen- und Familienbildung in Württemberg (EAEW), Stuttgart
Dr. Erika Straubinger-Keuser, Dipl.-Theologin, Fachbereich Frauen der Diözese Rottenburg-Stuttgart
 

II.6. Friedens-Kunst - KEINE ANMELDUNG MEHR MÖGLICH!

Das Projekt „Friedens-Kunst“ verbindet Kunst und Biografie, es bringt äußere und innere Bilder in Berührung. Kunstwerke zum Thema Krieg und Frieden u. a. von Picasso, Nolde, Beuys, regen zum Dialog unter Frauen mit unterschiedlichem Lebenshintergrund, insbesondere auch Flüchtlingsfrauen, an und fragen nach dem spezifischen Beitrag von Frauen zum Frieden. Der Workshop findet in der Staatsgalerie Stuttgart statt, eine gemeinsame An- und Rückfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist geplant. Bitte beachten Sie die Ausschilderung des Treffpunkts.
 
Mit:
Birgit Susanne Dinzinger, Diakonin, Diakonisches Werk Württemberg, Stuttgart
Arbeitskreis Flüchtlingsfrauen Stuttgart
Andrea Welz, M.A., Diakonin und Kunsthistorikerin, Stuttgart
 
 
II.7. Frauen gestalten Zukunft
Interkulturelles Lernen am Beispiel des Weltgebetstags


Durch die lange Tradition der Weltgebetstage kommen Frauen immer wieder in Berührung mit Kulturen anderer Länder. Wie viel wir von einer Kultur überhaupt verstehen, was wir von anderen Kulturen lernen können, stellt sich immer wieder als Frage. Was ist eigentlich Kultur und was macht sie aus? Welche „Brille“ habe ich auf? Was bedeutet Verständigung über kulturelle Grenzen hinweg? Diesen Fragen wollen wir uns in dem Workshop stellen, durch Übungen „unsere Brillen“ wahrnehmen und neue Lernschritte angehen.
 
Mit:
Anita Lichti, Frauenarbeit der AG Mennonitischer Gemeinden in Deutschland, Schorndorf
Hiltraut Link, Referentin für interkulturelles Lernen, Erkenbrechtsweiler
Dietlind Schaale, Referentin für den Weltgebetstag, Evang. Frauen in Württemberg (EFW), Stuttgart


II.8. Licht und Töne
Glaskunst und Orgelmusik in der Kirche St. Fidelis


Duša Isijanov und Gabriele Degenhardt machen „Fülle“ sichtbar und hörbar: die Glaskünstlerin aus dem früheren Jugoslawien mit der Präsentation von Kirchenfenstern und sakraler Glaskunst und die Kirchenmusikerin aus Stuttgart mit Orgelmusik von Komponistinnen verschiedener Epochen. Das Kreuz aus Glas und Licht steht in den Werken von Duša Isijanov als hoffnungsvoller Wegweiser in die Zukunft. Es lädt zur Entfaltung des Guten in dieser Welt ein. Der Workshop findet in der Kirche St. Fidelis in unmittelbarer Nachbarschaft der Liederhalle statt – bitte beachten Sie die Ausschilderung.
 
Mit:
Duša Isijanov, Künstlerin, Künstlerische Glasschule Siena/
Kunstakademie Stuttgart, Esslingen
Gabriele Degenhardt, Konzertorganistin, Evang. Kirchengemeinde Stuttgart-Heslach 

Stand: 25.4.2007 Änderungen vorbehalten


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